Was ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist der Betrag, der dir im Alter monatlich fehlt, um deinen gewünschten Lebensstandard zu halten. Faustformel: Viele Menschen brauchen im Ruhestand etwa 70–80 % ihres letzten Nettoeinkommens – Wohnen, Essen und Freizeit kosten weiter, nur die berufsbedingten Ausgaben entfallen. Liegt deine erwartete gesetzliche Rente darunter, ist die Differenz deine Lücke, die du privat schließen musst.
So schätzt du deine gesetzliche Rente grob
Das Rentenniveau liegt derzeit bei etwa 48 % – das heißt, ein Standardrentner mit 45 Beitragsjahren bei Durchschnittsverdienst erhält rund 48 % des aktuellen Durchschnittsbruttos als Rente. Für eine grobe Schätzung deiner eigenen Rente kannst du etwa 48 % deines Bruttogehalts ansetzen (bei lückenlosen Erwerbsbiografien) oder deine Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung zu Rate ziehen – sie enthält deine persönliche Hochrechnung.
Von der Lücke zur Sparrate: Der Zinseszins hilft
Je früher du beginnst, desto kleiner fällt die nötige monatliche Sparrate aus – dank Zinseszins. Wer 30 Jahre lang bei 3 % Rendite spart, zahlt für dieselbe Monatsrente deutlich weniger ein als jemand, der erst 10 Jahre vor Rentenbeginn startet. Genau deshalb lohnt sich die Rechnung auch mit 25 oder 30: Jede Dekade früher halbiert ungefähr die nötige Rate.
Die 4- %-Regel als Orientierung
Der Kapitalbedarf folgt der bekannten 4- %-Faustformel: Entnimmst du pro Jahr 4 % deines Vermögens, reicht es rechnerisch etwa 25 Jahre – also die 25-fache Jahreslücke. Wichtig: Das ist eine grobe Orientierung aus der Finanzplanung, keine Garantie – Lebenserwartung, tatsächliche Renditen und Inflation können das Ergebnis stark verändern.