Was ist der Zinseszins?
Beim Zinseszins werden nicht nur deine Einzahlungen verzinst, sondern auch die bereits gutgeschriebenen Zinsen – dein Kapital wächst also immer schneller. Ein Beispiel: 10.000 € zu 5 % werden nach 20 Jahren zu rund 26.500 €, nach 40 Jahren zu über 70.000 € – ohne einen einzigen Euro zusätzlich einzuzahlen. Genau dieser Effekt macht langfristiges Sparen und Investieren so mächtig.
Die 72er-Regel: Verdopplung im Kopf
Eine beliebte Faustformel ist die 72er-Regel: Teile 72 durch den Zinssatz, und du erhältst grob die Jahre bis zur Verdopplung deines Kapitals. Bei 6 % sind das etwa 12 Jahre, bei 3 % rund 24 Jahre. Sie zeigt eindrucksvoll, warum schon kleine Zinsunterschiede über Jahrzehnte riesige Beträge ausmachen.
So liest du die Jahrestabelle
Die Tabelle zeigt für jedes Jahr drei Werte: das kumuliert Eingezahlte (dein eigenes Geld), die kumulierten Zinsen (was der Zinseszins erwirtschaftet hat) und das Kapital insgesamt. Achte darauf, wie die Zins-Spalte mit den Jahren überproportional wächst – genau dort siehst du den Zinseszinseffekt arbeiten.
Was der Rechner nicht berücksichtigt
Damit die Rechnung vergleichbar bleibt, bleiben Steuern (25 % Abgeltungsteuer + Solidaritätszuschlag auf Erträge), Inflation (langfristig grob 2 % pro Jahr) und Depot- oder Fondskosten außen vor. Ziehe für eine realistische Planung diese Posten gedanklich ab – oder rechne mit einer um 1–2 Prozentpunkte niedrigeren Rendite.