Die US-Navy-Methode
Die US-Navy-Methode wurde von der amerikanischen Marine entwickelt, um den Körperfettanteil ihrer Soldaten schnell und ohne Geräte zu bestimmen. Sie kommt mit drei (Frauen: vier) Maßband-Messungen aus: Körpergröße, Hals- und Bauchumfang – bei Frauen zusätzlich der Hüftumfang. Die Originalformel arbeitet mit Zoll; dieser Rechner rechnet deine Zentimeter-Angaben daher automatisch um. Für den Hausgebrauch liegt die Methode meist innerhalb von ±3–4 Prozentpunkten am wahren Wert – genauer als der BMI, aber ungenauer als eine DEXA-Messung oder professionelle Körperanalyse.
So misst du richtig
Gute Messwerte sind die halbe Miete – beachte diese Regeln:
- Morgens, nüchtern und vor dem Sport messen
- Hals: direkt unter dem Kehlkopf, Maßband locker anliegend
- Bauch: auf Bauchnabelhöhe, entspannt ausatmen, Bauch nicht einziehen
- Hüfte (Frauen): an der breitesten Stelle des Gesäßes
- Maßband waagerecht halten und nicht in die Haut drücken
Körperfettanteil richtig einordnen
Die Bewertung unterscheidet sich nach Geschlecht, weil Frauen von Natur aus mehr essentielles Körperfett (z. B. für den Hormonhaushalt) benötigen: Bei Männern gelten unter 14 % als athletisch, 14–20 % als fit, 20–25 % als akzeptabel und darüber als erhöht. Bei Frauen liegen die Bereiche bei unter 21 % (athletisch), 21–28 % (fit), 28–33 % (akzeptabel) und darüber (erhöht). Werte unter ca. 5 % (Männer) bzw. 12 % (Frauen) sind gesundheitlich bedenklich und nur für Wettkampfphasen relevant.